Keusche Technik?

Dieser Bericht brachte mich heute zum Nachdenken. Braucht man das? Einen Player der Sex und Gewalt filtert?
Wer braucht das? Eltern, die ihre Kinder vor der Glotze parken? Oder katholische Pfarrer, die ihr Zölibat auf ihre Fernsehgewohnheiten ausdehnen wollen?

Na gut, wer es mag, der soll sich diesen Player holen. Aber auch hier die Frage: Wer entscheidet, was zensiert wird? Werden Erotikszenen anhand des hautfarbenen Anteils vom Bild bestimmt? Was zählt als Erotik? Nackte Haut sieht man in Dokumentationen über Naturvölker annähernd so oft, wie in diversen Hip-Hop-Gangsta-Rap-Videos.
Und ist diese Technik nicht nur der Anfang? Wenn tatsächlich live in eben ausgestrahlte Programme eingegriffen werden kann? Wer kann denn dann die „Filtertaste“ drücken? Unsere Politiker, um unliebsame Kritik zum Schweigen zu bringen?
Ich weiss nicht ob ich diese Entwicklung, und die Missbrauchsmöglichkeiten die ihr innewohnen, im Austausch dafür, dass „Kinder gefahrlos vor der Glotze geparkt werden können“ (bemerkt jemand die Ironie, die in dem Halbsatz steckt?) – wirklich erleben will.

Vielleicht sollten wir etwas genauer überlegen, ob wir bei all dem Komfort und all den Entscheidungshilfen, die wir täglich hernehmen…nicht doch das eigene Denken verlernen.

Was bliebe dann wohl von einer Monty Python – Episode übrig?

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